Anleihen einfach erklärt
Wenn Anleger Geld verleihen und dafür Zinsen erhalten
Als Michael vor einigen Jahren begann, sich mit Geldanlage zu beschäftigen, dachte er zunächst nur an Aktien.
Für ihn bedeutete Investieren:
Anteile an Unternehmen kaufen und von deren Erfolg profitieren.
Doch je mehr er sich mit dem Thema beschäftigte, desto klarer wurde ihm:
Nicht jede Geldanlage funktioniert nach demselben Prinzip.
Bei Aktien wird man Miteigentümer eines Unternehmens.
Bei einer anderen Anlageform passiert etwas völlig anderes:
Man verleiht Geld und erhält dafür Zinsen.
Diese Anlageform nennt sich:
Anleihe.
Das Prinzip dahinter ist eigentlich einfach:
Ein Staat oder ein Unternehmen benötigt Geld.
Statt ausschließlich einen Bankkredit aufzunehmen, kann es Anleihen ausgeben.
Anleger kaufen diese Anleihen und stellen damit Kapital zur Verfügung.
Als Gegenleistung erhalten sie regelmäßige Zinszahlungen und am Ende der Laufzeit normalerweise ihr investiertes Geld zurück.
Anleihen gehören seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Instrumenten der Finanzmärkte.
Staaten finanzieren damit große Projekte.
Unternehmen nutzen sie für Wachstum und Investitionen.
Anleger verwenden sie, um ihr Vermögen zu strukturieren und eine zusätzliche Einnahmequelle aufzubauen.
Doch was sind Anleihen genau? Wie funktionieren sie? Welche Risiken gibt es? Und sind Anleihen wirklich eine sichere Geldanlage?
Was sind Anleihen?
Anleihen Definition
Eine Anleihe ist ein verzinsliches Wertpapier, mit dem Anleger einem Staat, Unternehmen oder einer anderen Institution Geld leihen.
Der Herausgeber einer Anleihe wird als:
Emittent
bezeichnet.
Der Anleger erhält dafür:
- regelmäßige Zinsen,
- die Rückzahlung des geliehenen Kapitals am Ende der Laufzeit.
Einfach erklärt:
Eine Anleihe ist ein handelbarer Kredit, bei dem Anleger zum Gläubiger werden.
Anleihen einfach erklärt
Viele Menschen kennen Kredite aus dem Alltag.
Eine Bank leiht beispielsweise einer Familie Geld für ein Haus.
Bei einer Anleihe funktioniert das Prinzip ähnlich – nur dass der Kreditgeber nicht die Bank ist, sondern viele Anleger.
Beispiel:
Ein Unternehmen möchte eine neue Produktionsanlage bauen.
Kosten:
500 Millionen Euro.
Das Unternehmen gibt Anleihen aus.
Viele Anleger kaufen diese Anleihen.
Dadurch erhält das Unternehmen das benötigte Geld.
Im Gegenzug verspricht es:
- jährliche Zinsen,
- Rückzahlung des Kapitals nach Ablauf der Laufzeit.
Der Anleger besitzt dadurch keinen Anteil am Unternehmen.
Er ist Gläubiger.
Anleihen Bedeutung – was bedeutet eine Anleihe?
Das Wort Anleihe leitet sich vom Verb:
„leihen“
ab.
Die Bedeutung beschreibt den Kern des Prinzips:
Jemand stellt einer anderen Partei Kapital zur Verfügung und erwartet dafür eine Gegenleistung.
Bei einer Anleihe besteht diese Gegenleistung meistens aus:
- Zinszahlungen,
- Rückzahlung des Kapitals.
Anleihen einfach erklärt für Anfänger
Für Anfänger lässt sich eine Anleihe mit einem privaten Kredit vergleichen.
Stellen Sie sich vor:
Ein Freund benötigt Geld und verspricht Ihnen:
„Ich zahle dir dein Geld in fünf Jahren zurück und gebe dir jedes Jahr Zinsen.“
Genau dieses Grundprinzip steckt hinter einer Anleihe.
Der Unterschied:
Eine Anleihe wird professionell über Finanzmärkte ausgegeben und kann normalerweise gekauft und verkauft werden.
Wie funktionieren Anleihen?
Eine Anleihe besteht aus mehreren wichtigen Bestandteilen:
Der Emittent
Der Emittent ist der Herausgeber der Anleihe.
Das können sein:
- Staaten,
- Unternehmen,
- Banken,
- öffentliche Einrichtungen.
Der Nennwert
Der Nennwert ist der Betrag, den der Anleger dem Herausgeber leiht.
Beispiel:
Nennwert:
10.000 Euro
Der Zinssatz
Der Zinssatz bestimmt, welche regelmäßigen Zahlungen der Anleger erhält.
Diese Zinsen nennt man:
Kupon.
Beispiel:
Anleihe:
10.000 Euro
Zinssatz:
4 Prozent
Jährliche Zinsen:
400 Euro
Die Laufzeit
Die Laufzeit beschreibt, wie lange die Anleihe besteht.
Beispiele:
- 2 Jahre,
- 5 Jahre,
- 10 Jahre,
- 30 Jahre.
Die Rückzahlung
Am Ende der Laufzeit zahlt der Emittent normalerweise den Nennwert zurück.
Beispiel:
Investition:
10.000 Euro
Laufzeit:
5 Jahre
Rückzahlung:
10.000 Euro
Welche Arten von Anleihen gibt es?
Anleihen unterscheiden sich vor allem durch den Herausgeber und die Eigenschaften.
Staatsanleihen einfach erklärt
Staatsanleihen werden von Staaten ausgegeben.
Beispiele:
- deutsche Staatsanleihen,
- US-Staatsanleihen,
- Staatsanleihen anderer Länder.
Staaten nutzen diese Finanzierung beispielsweise für:
- Infrastruktur,
- Bildung,
- öffentliche Projekte,
- Haushaltsfinanzierung.
Viele Anleger betrachten Staatsanleihen wirtschaftlich stabiler Staaten als vergleichsweise sichere Anlageform.
Eine absolute Sicherheit gibt es jedoch nicht.
Auch Staaten können finanzielle Schwierigkeiten bekommen.
Unternehmensanleihen erklärt
Unternehmen nutzen Anleihen, um Kapital aufzunehmen.
Beispiele:
Ein Konzern möchte:
- neue Fabriken bauen,
- international expandieren,
- Forschung finanzieren.
Dafür kann er Anleihen ausgeben.
Unternehmensanleihen bieten häufig höhere Zinsen als Staatsanleihen.
Der Grund:
Das Risiko kann größer sein.
Kommunalanleihen
Kommunen oder öffentliche Einrichtungen können ebenfalls Anleihen ausgeben.
Damit werden beispielsweise finanziert:
- Verkehrsinfrastruktur,
- öffentliche Gebäude,
- regionale Projekte.
Wandelanleihen
Eine Wandelanleihe kombiniert Eigenschaften von Anleihen und Aktien.
Der Anleger erhält zunächst:
- Zinsen,
- Rückzahlungsanspruch.
Unter bestimmten Bedingungen kann die Anleihe später in Aktien umgewandelt werden.
| Eine der wichtigsten Fragen für Anleger lautet: | Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Anleihen? |
|---|---|
| Der zentrale Unterschied: | Bei Aktien wird man Eigentümer. |
| Bei Anleihen wird man Kreditgeber. | Anleihen |
| Aktien | Anleger ist Gläubiger |
| Anleger ist Miteigentümer | regelmäßige Zinsen möglich |
| Dividenden möglich | Rückzahlung am Laufzeitende geplant |
| kein Rückzahlungsanspruch | meist geringere Schwankungen |
| höhere Schwankungen möglich | begrenzte Renditechancen |
Anleihen kaufen für Anfänger – wie funktioniert der Einstieg?
Viele Menschen fragen sich:
Wie kann man Anleihen kaufen?
Der Kauf funktioniert ähnlich wie bei Aktien oder Fonds.
Anleger benötigen zunächst ein:
Wertpapierdepot.
Über dieses Depot können Anleihen gesucht, gekauft und später wieder verkauft werden.
Schritt 1: Ein Depot eröffnen
Ein Depot ist ein Konto zur Verwaltung von Wertpapieren.
Dort werden beispielsweise gespeichert:
- Anleihen,
- Aktien,
- ETFs,
- Fonds.
Heute bieten viele Banken und Online-Broker den Handel mit Anleihen an.
Schritt 2: Eine passende Anleihe auswählen
Bei der Auswahl einer Anleihe sollten Anleger verschiedene Faktoren betrachten.
Wichtige Kriterien sind:
Bonität des Herausgebers
Die Bonität beschreibt die finanzielle Fähigkeit des Emittenten, seine Schulden zurückzuzahlen.
Ein Staat oder Unternehmen mit guter Bonität gilt normalerweise als weniger ausfallgefährdet.
Laufzeit
Die Laufzeit zeigt, wann das geliehene Geld zurückgezahlt werden soll.
Beispiele:
- kurzfristige Anleihen: wenige Monate bis einige Jahre,
- langfristige Anleihen: zehn Jahre oder länger.
Eine längere Laufzeit bedeutet häufig:
- mehr Zinsen,
- aber auch höhere Risiken durch Marktveränderungen.
Zinssatz
Der Zinssatz bestimmt, welche regelmäßigen Einnahmen der Anleger erhält.
Beispiel:
Anleihe:
10.000 Euro
Zinssatz:
3,5 Prozent
Jährlicher Zinsertrag:
350 Euro
Kurs der Anleihe
Anleihen werden an der Börse gehandelt.
Der aktuelle Preis kann deshalb über oder unter dem ursprünglichen Wert liegen.
Beispiel:
Eine Anleihe mit einem Nennwert von:
10.000 Euro
kann am Markt für:
9.500 Euro
oder
10.300 Euro
gekauft werden.
Anleihen Rendite berechnen
Viele Anleger achten nicht nur auf den Zinssatz, sondern auf die tatsächliche Rendite.
Die Rendite zeigt, wie viel Ertrag eine Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzielt.
Einfache Renditeberechnung bei Anleihen
Die einfache Formel lautet:
Rendite = Ertrag ÷ eingesetztes Kapital × 100
Beispiel:
Ein Anleger kauft eine Anleihe für:
10.000 Euro
Er erhält jährlich:
400 Euro Zinsen
Berechnung:
400 ÷ 10.000 × 100
= 4 Prozent Rendite
Diese einfache Rechnung berücksichtigt jedoch nicht alle Faktoren.
Die tatsächliche Rendite hängt zusätzlich ab von:
- Kaufpreis,
- Laufzeit,
- Rückzahlung,
- Kursentwicklung,
- Gebühren.
Beispiel: Anleihen Rendite mit Kursgewinn
Ein Anleger kauft eine Anleihe:
Kaufpreis:
9.500 Euro
Nennwert:
10.000 Euro
Zinsen pro Jahr:
300 Euro
Nach Ablauf erhält er:
10.000 Euro zurück.
Zusätzlich zu den Zinsen entsteht ein Kursgewinn:
500 Euro.
Dadurch ist die tatsächliche Rendite höher als der reine Zinssatz.
Anleihen Zinsen erklärt
Die Zinsen einer Anleihe nennt man:
Kupon.
Der Kupon wird bei der Ausgabe festgelegt.
Beispiel:
Eine Anleihe hat:
- Nennwert: 10.000 Euro
- Kupon: 5 Prozent
Der Anleger erhält:
500 Euro pro Jahr.
Warum unterscheiden sich die Zinsen verschiedener Anleihen?
Nicht jede Anleihe bietet denselben Zinssatz.
Der wichtigste Grund:
Das Risiko.
Ein finanziell stabiles Unternehmen kann möglicherweise niedrigere Zinsen anbieten.
Ein Unternehmen mit höherem Risiko muss Anleger mit höheren Zinsen überzeugen.
Zusammenhang zwischen Zinsen und Anleihenkursen
Ein besonders wichtiger Punkt bei Anleihen ist der Zusammenhang zwischen Marktzinsen und Kursen.
Viele Anleger kennen diesen Zusammenhang nicht.
Grundregel:
Steigen die Marktzinsen, fallen häufig die Kurse bestehender Anleihen.
Sinken die Marktzinsen, steigen häufig die Kurse bestehender Anleihen.
Warum passiert das?
Beispiel:
Eine alte Anleihe zahlt:
2 Prozent Zinsen.
Neue Anleihen bieten inzwischen:
4 Prozent.
Die alte Anleihe ist weniger attraktiv.
Damit sie trotzdem gekauft wird, muss ihr Preis sinken.
Sind Anleihen sicher?
Eine häufige Frage lautet:
Sind Anleihen eine sichere Geldanlage?
Die Antwort:
Anleihen können stabiler sein als viele Aktienanlagen, aber sie sind nicht völlig risikofrei.
Die Sicherheit hängt stark vom Herausgeber ab.
Eine Staatsanleihe eines wirtschaftlich starken Landes hat normalerweise ein anderes Risiko als eine Unternehmensanleihe eines finanziell angeschlagenen Unternehmens.
Risiken von Anleihen
Ausfallrisiko
Das größte Risiko:
Der Herausgeber kann seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen.
Beispiel:
Ein Unternehmen gerät in finanzielle Schwierigkeiten und kann Zinsen oder Rückzahlung nicht leisten.
Zinsänderungsrisiko
Wenn die Marktzinsen steigen, können bestehende Anleihen an Wert verlieren.
Besonders betroffen sind häufig langfristige Anleihen.
Inflationsrisiko
Wenn die Inflation höher ist als die Verzinsung der Anleihe, sinkt die reale Kaufkraft des Ertrags.
Beispiel:
Anleihezins:
3 Prozent
4 Prozent
Real verliert das Geld an Kaufkraft.
Kursrisiko
Wer eine Anleihe vor dem Laufzeitende verkauft, erhält möglicherweise mehr oder weniger als den ursprünglichen Kaufpreis.
Anleihen ETF erklärt
Viele Anleger kaufen nicht einzelne Anleihen, sondern investieren über:
Anleihen-ETFs.
Ein Anleihen-ETF enthält viele verschiedene Anleihen.
Beispiel:
Ein ETF investiert gleichzeitig in:
- deutsche Staatsanleihen,
- europäische Unternehmensanleihen,
- internationale Anleihen.
Vorteile von Anleihen-ETFs
- breite Streuung,
- einfache Verwaltung,
- niedrige Einstiegshürde,
- Handel über die Börse.
| Einzelne Anleihe | Anleihen-ETF |
|---|---|
| konkrete Laufzeit | viele verschiedene Laufzeiten |
| Rückzahlung am Ende möglich | kein fester Rückzahlungstermin |
| abhängig von einem Herausgeber | viele Emittenten |
| gezielte Auswahl möglich | breite Streuung |
Eine Anleihe ist eine einzelne Geldanlage.
Ein Fonds kann viele verschiedene Anlagen enthalten.
Ein Rentenfonds beispielsweise investiert in viele unterschiedliche Anleihen.
| Anleihe | Fonds |
|---|---|
| einzelne Schuldverschreibung | Sammlung vieler Anlagen |
| bestimmter Zinssatz möglich | Wertentwicklung abhängig vom Fonds |
| festgelegte Laufzeit | meist keine feste Laufzeit |
| einzelnes Risiko | breitere Streuung möglich |
Welche Anleihen sind die besten?
Eine häufige Frage von Anlegern lautet:
Welche Anleihen sind die besten?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.
Die passende Anleihe hängt davon ab, welches Ziel ein Anleger verfolgt.
Ein Anleger, der maximale Sicherheit sucht, bewertet Anleihen anders als jemand, der eine höhere Rendite erzielen möchte.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:
- Bonität des Herausgebers,
- Zinshöhe,
- Laufzeit,
- Währung,
- Risiko,
- persönliche Anlagestrategie.
Gute Anleihen erkennen – worauf Anleger achten sollten
Hohe Bonität des Emittenten
Die Bonität zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Staat oder Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.
Eine hohe Bonität bedeutet:
- geringeres Ausfallrisiko,
- häufig niedrigere Zinsen.
Eine niedrigere Bonität bedeutet:
- höheres Risiko,
- häufig höhere Zinszahlungen.
Der höhere Zinsertrag ist also meist eine Entschädigung für ein größeres Risiko.
Passende Laufzeit wählen
Die Laufzeit einer Anleihe sollte zur persönlichen Situation passen.
Kurzfristige Anleihen bieten häufig:
- weniger Kursrisiken,
- geringere Zinsschwankungen.
Langfristige Anleihen bieten häufig:
- höhere Zinsen,
- aber stärkere Kursbewegungen.
Risiko und Rendite vergleichen
Eine besonders hohe Verzinsung wirkt zunächst attraktiv.
Doch hohe Zinsen können ein Hinweis auf ein höheres Risiko sein.
Grundsätzlich gilt:
Je höher die erwartete Rendite, desto größer ist häufig das Risiko.
Anleihen für Anfänger – wichtige Regeln
Wer erstmals in Anleihen investieren möchte, sollte einige Grundprinzipien beachten.
Nicht alles auf eine Anleihe setzen
Auch bei Anleihen ist Streuung wichtig.
Statt nur eine einzelne Unternehmensanleihe zu kaufen, kann eine breitere Aufteilung sinnvoll sein.
Beispiele:
- verschiedene Unternehmen,
- verschiedene Länder,
- unterschiedliche Laufzeiten.
Die Bonität prüfen
Vor dem Kauf sollte man verstehen:
Wer leiht sich mein Geld?
Ein großer internationaler Konzern ist anders zu bewerten als ein kleines Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten.
Kosten berücksichtigen
Auch beim Kauf von Anleihen können Kosten entstehen:
- Handelsgebühren,
- Depotkosten,
- Geld-Brief-Spannen.
Diese beeinflussen die tatsächliche Rendite.
Planbare Einnahmen
Viele Anleihen bieten regelmäßige Zinszahlungen.
Dadurch können Anleger besser einschätzen, welche Einnahmen zu erwarten sind.
Stabilisierung eines Portfolios
Anleihen können ein Wertpapierdepot ausgleichen.
Während Aktien in Krisenzeiten stark schwanken können, entwickeln sich bestimmte Anleihen oft stabiler.
Breite Auswahl
Anleger können zwischen vielen verschiedenen Anleihen wählen:
- Staatsanleihen,
- Unternehmensanleihen,
- Anleihen-ETFs.
Zugang zu verschiedenen Märkten
Anleihen ermöglichen Investitionen in:
- Länder,
- Unternehmen,
- Branchen.
Begrenzte Renditechancen
Die Gewinne sind meist stärker begrenzt als bei Aktien.
Wer langfristig hohe Vermögenszuwächse sucht, betrachtet häufig auch andere Anlageformen.
Inflationsrisiko
Eine feste Verzinsung schützt nicht automatisch vor Kaufkraftverlust.
Zinsrisiko
Steigende Marktzinsen können den Wert bestehender Anleihen reduzieren.
Ausfallrisiko
Auch bei Anleihen besteht die Möglichkeit, dass der Herausgeber nicht vollständig zurückzahlen kann.
Anleihen als Teil einer Geldanlage
Viele Anleger kombinieren verschiedene Anlageformen.
Ein mögliches Portfolio kann enthalten:
- Aktien,
- ETFs,
- Fonds,
- Anleihen,
- Tagesgeld.
Die Aufgabe von Anleihen besteht häufig darin:
- Stabilität zu erhöhen,
- regelmäßige Erträge zu ermöglichen,
- Schwankungen zu reduzieren.
Wie hoch der Anteil von Anleihen sein sollte, hängt ab von:
- Alter,
- Risikobereitschaft,
- finanziellen Zielen,
- Anlagezeitraum.
Anleihen und Altersvorsorge
Anleihen spielen auch bei der Altersvorsorge eine Rolle.
Viele Menschen möchten im Ruhestand nicht ausschließlich von stark schwankenden Anlagen abhängig sein.
Anleihen können dabei helfen:
- regelmäßige Erträge zu erzeugen,
- Vermögen breiter aufzustellen,
- Risiken zu reduzieren.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Anleihe | Kredit eines Anlegers an Staat oder Unternehmen |
| Aktie | Beteiligung an einem Unternehmen |
| Fonds | Sammlung verschiedener Anlagen |
| ETF | Börsengehandelter Fonds mit fester Strategie |
| Dividende | Gewinnbeteiligung von Aktionären |
| Rendite | Ertrag einer Geldanlage |
| Zinsen | Vergütung für geliehenes Kapital |
| Bonität | Fähigkeit zur Rückzahlung von Schulden |
| Laufzeit | Zeitraum bis zur Rückzahlung |
| Kupon | Zinssatz einer Anleihe |
Wussten Sie schon?
Der weltweite Anleihenmarkt ist deutlich größer als der Aktienmarkt.
Staaten und Unternehmen nutzen Anleihen seit Jahrhunderten, um große Vorhaben zu finanzieren.
Ohne Anleihen wären viele Infrastrukturprojekte, Unternehmensinvestitionen und staatliche Entwicklungen kaum möglich gewesen.
Merksatz
Eine Anleihe bedeutet nicht, ein Unternehmen zu besitzen – sondern einem Staat oder Unternehmen Geld zu leihen und dafür Zinsen zu erhalten.
Kurz zusammengefasst
Anleihen gehören zu den wichtigsten Anlageformen der Finanzwelt. Sie funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Anleger verleihen Kapital an Staaten, Unternehmen oder Institutionen und erhalten dafür Zinsen.
Im Gegensatz zu Aktien werden Anleger nicht Eigentümer, sondern Gläubiger. Die Höhe der möglichen Rendite hängt vor allem von Zinssatz, Laufzeit und Risiko des Herausgebers ab.
Anleihen können ein Depot stabilisieren und regelmäßige Einnahmen ermöglichen. Gleichzeitig sollten Anleger die Risiken verstehen, denn auch Anleihen können an Wert verlieren oder Zahlungsausfälle erleiden.
Wer die Grundlagen von Anleihen versteht, kann verschiedene Geldanlagen besser vergleichen und eine passendere Strategie für den eigenen Vermögensaufbau entwickeln.
Häufig gestellte Fragen zu Anleihen
Anleihen Bedeutung – was bedeutet eine Anleihe?
Das Wort Anleihe leitet sich vom Verb:
„leihen“
ab.
Die Bedeutung beschreibt den Kern des Prinzips:
Jemand stellt einer anderen Partei Kapital zur Verfügung und erwartet dafür eine Gegenleistung.
Bei einer Anleihe besteht diese Gegenleistung meistens aus:
- Zinszahlungen,
- Rückzahlung des Kapitals.
Wie funktionieren Anleihen?
Eine Anleihe besteht aus mehreren wichtigen Bestandteilen:
Welche Arten von Anleihen gibt es?
Anleihen unterscheiden sich vor allem durch den Herausgeber und die Eigenschaften.
Anleihen kaufen für Anfänger – wie funktioniert der Einstieg?
Viele Menschen fragen sich:
Wie kann man Anleihen kaufen?
Der Kauf funktioniert ähnlich wie bei Aktien oder Fonds.
Anleger benötigen zunächst ein:
Wertpapierdepot.
Über dieses Depot können Anleihen gesucht, gekauft und später wieder verkauft werden.
Warum unterscheiden sich die Zinsen verschiedener Anleihen?
Nicht jede Anleihe bietet denselben Zinssatz.
Der wichtigste Grund:
Das Risiko.
Ein finanziell stabiles Unternehmen kann möglicherweise niedrigere Zinsen anbieten.
Ein Unternehmen mit höherem Risiko muss Anleger mit höheren Zinsen überzeugen.
Warum passiert das?
Beispiel:
Eine alte Anleihe zahlt:
2 Prozent Zinsen.
Neue Anleihen bieten inzwischen:
4 Prozent.
Die alte Anleihe ist weniger attraktiv.
Damit sie trotzdem gekauft wird, muss ihr Preis sinken.
Sind Anleihen sicher?
Eine häufige Frage lautet:
Sind Anleihen eine sichere Geldanlage?
Die Antwort:
Anleihen können stabiler sein als viele Aktienanlagen, aber sie sind nicht völlig risikofrei.
Die Sicherheit hängt stark vom Herausgeber ab.
Eine Staatsanleihe eines wirtschaftlich starken Landes hat normalerweise ein anderes Risiko als eine Unternehmensanleihe eines finanziell angeschlagenen Unternehmens.
Fonds oder Anleihen – was ist der Unterschied?
Eine Anleihe ist eine einzelne Geldanlage.
Ein Fonds kann viele verschiedene Anlagen enthalten.
Ein Rentenfonds beispielsweise investiert in viele unterschiedliche Anleihen.
| Anleihe | Fonds |
|---|---|
| einzelne Schuldverschreibung | Sammlung vieler Anlagen |
| bestimmter Zinssatz möglich | Wertentwicklung abhängig vom Fonds |
| festgelegte Laufzeit | meist keine feste Laufzeit |
| einzelnes Risiko | breitere Streuung möglich |
Welche Anleihen sind die besten?
Eine häufige Frage von Anlegern lautet:
Welche Anleihen sind die besten?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.
Die passende Anleihe hängt davon ab, welches Ziel ein Anleger verfolgt.
Ein Anleger, der maximale Sicherheit sucht, bewertet Anleihen anders als jemand, der eine höhere Rendite erzielen möchte.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:
- Bonität des Herausgebers,
- Zinshöhe,
- Laufzeit,
- Währung,
- Risiko,
- persönliche Anlagestrategie.
Wussten Sie schon?
Der weltweite Anleihenmarkt ist deutlich größer als der Aktienmarkt.
Staaten und Unternehmen nutzen Anleihen seit Jahrhunderten, um große Vorhaben zu finanzieren.
Ohne Anleihen wären viele Infrastrukturprojekte, Unternehmensinvestitionen und staatliche Entwicklungen kaum möglich gewesen.
Was sind Anleihen einfach erklärt?
Eine Anleihe ist vereinfacht gesagt ein Kredit, den ein Anleger einem Staat oder Unternehmen gibt. Dafür erhält er Zinsen und am Ende der Laufzeit normalerweise sein Geld zurück.
Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Anleihen?
Bei Aktien wird der Anleger Miteigentümer eines Unternehmens. Bei Anleihen leiht der Anleger Geld und wird Gläubiger.
Wie kann man Anleihen kaufen?
Anleihen können über ein Wertpapierdepot bei Banken oder Online-Brokern gekauft werden.
Wie berechnet man die Rendite einer Anleihe?
Die einfache Berechnung lautet:
Rendite = Ertrag ÷ eingesetztes Kapital × 100
Die tatsächliche Rendite hängt zusätzlich von Kaufpreis, Laufzeit und Kursentwicklung ab.
Warum fallen Anleihen bei steigenden Zinsen?
Neue Anleihen bieten dann häufig höhere Zinssätze. Ältere Anleihen mit niedrigeren Zinsen werden dadurch weniger attraktiv und können im Kurs fallen.
Was sind Staatsanleihen einfach erklärt?
Staatsanleihen sind Anleihen, die von Staaten ausgegeben werden. Anleger leihen einem Staat Geld und erhalten dafür Zinsen.
Sind Anleihen für Anfänger geeignet?
Anleihen können für Anfänger geeignet sein, wenn die Funktionsweise und Risiken verstanden werden. Besonders wichtig sind eine gute Auswahl und eine passende Streuung.