KGV einfach erklärt

⏱ Lesezeit: 13 Minuten▣ Aktualisiert: 21.07.2026
Illustration zum Begriff KGV
KGV bedeutet Kurs-Gewinn-Verhältnis

Warum eine 50-Euro-Aktie teurer sein kann als eine 200-Euro-Aktie

Max beschäftigt sich zum ersten Mal mit Aktien. Er sieht zwei Unternehmen, die beide interessante Produkte herstellen. Die erste Aktie kostet 50 Euro, die zweite 200 Euro.

Seine erste Überlegung: „Die Aktie für 50 Euro ist doch viel günstiger.“

Diese Annahme machen viele Menschen am Anfang ihrer Börsenreise. Der Preis einer einzelnen Aktie sagt jedoch fast nichts darüber aus, ob ein Unternehmen teuer oder günstig bewertet ist.

Eine Aktie für 200 Euro kann sogar günstiger bewertet sein als eine Aktie für 50 Euro.

Der Grund liegt im Gewinn.

Ein Unternehmen, das jedes Jahr hohe Gewinne erzielt, kann einen höheren Aktienkurs rechtfertigen als ein Unternehmen mit kleinen oder unsicheren Gewinnen.

Genau hier kommt das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, ins Spiel.

Das KGV gehört zu den bekanntesten Kennzahlen der Börse. Es hilft Anlegern dabei, den Preis einer Aktie mit der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens zu vergleichen.

Vereinfacht gesagt beantwortet das KGV eine zentrale Frage: Wie viel bezahlt ein Anleger für einen Euro Gewinn eines Unternehmens?

Wer Aktien verstehen möchte, kommt am KGV kaum vorbei.

Was bedeutet KGV?

KGV ist die Abkürzung für:

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das KGV setzt den aktuellen Aktienkurs eines Unternehmens ins Verhältnis zu dessen Gewinn pro Aktie.

Eine einfache Definition: Das KGV zeigt, mit welchem Faktor der aktuelle Jahresgewinn eines Unternehmens im Aktienkurs enthalten ist.

Die Formel lautet: KGV = Aktienkurs ÷ Gewinn je Aktie

Beispiel: Eine Aktie kostet 100 Euro. Das Unternehmen verdient 5 Euro Gewinn je Aktie.

Berechnung: 100 ÷ 5 = 20

Das Ergebnis: KGV = 20

Der Anleger bezahlt also das 20-Fache des aktuellen Jahresgewinns.

KGV einfach erklärt: Der Kauf eines Unternehmens

Um das KGV besser zu verstehen, hilft ein Beispiel aus dem Alltag.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein kleines Café.

Der Kaufpreis beträgt: 500.000 Euro

Das Café erwirtschaftet jedes Jahr: 50.000 Euro Gewinn

Rechnung: 500.000 ÷ 50.000 = 10

Sie bezahlen also ungefähr das Zehnfache des Jahresgewinns.

Bei Aktien funktioniert die Idee ähnlich.

Ein KGV von 10 bedeutet: Der Aktienkurs entspricht dem zehnfachen aktuellen Gewinn.

Ein KGV von 30 bedeutet: Der Markt bewertet das Unternehmen mit dem Dreißigfachen des aktuellen Gewinns.

Natürlich ist die Börse komplexer. Unternehmen wachsen, Gewinne verändern sich und Anleger bewerten vor allem die Zukunft.

KGV Definition: Die Bedeutung an der Börse

Das KGV ist eine Kennzahl aus der sogenannten Fundamentalanalyse.

Bei dieser Methode untersuchen Anleger die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens.

Sie betrachten beispielsweise:

  • Umsatzentwicklung
  • Gewinnentwicklung
  • Schulden
  • Wettbewerb
  • Zukunftsaussichten

Das KGV konzentriert sich auf einen wichtigen Zusammenhang:

Aktienkurs im Verhältnis zum Unternehmensgewinn

Ein hoher Aktienkurs bedeutet nicht automatisch, dass eine Aktie teuer ist.

Ein Unternehmen mit stark steigenden Gewinnen kann trotz eines hohen Aktienkurses günstig bewertet sein.

Umgekehrt kann eine Aktie mit niedrigem Kurs teuer sein, wenn das Unternehmen kaum Gewinne erzielt.

Herkunft des Begriffs KGV

Der Begriff stammt aus der Finanzwelt und beschreibt genau die beiden Bestandteile der Kennzahl:

Kurs: aktueller Preis einer Aktie

Gewinn: wirtschaftlicher Erfolg eines Unternehmens

Verhältnis: Vergleich zwischen zwei Größen

Im Englischen wird das KGV als:

Price-Earnings-Ratio (P/E Ratio)

bezeichnet.

Die Kennzahl wurde besonders im 20. Jahrhundert mit der zunehmenden Bedeutung der Aktienanalyse verbreitet.

Heute gehört das KGV zu den Standardkennzahlen, die Anleger weltweit zur Bewertung von Aktien nutzen.

Wie berechnet man das KGV?

Die Berechnung des KGV ist einfach.

KGV Formel: KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie

Der Gewinn je Aktie wird häufig mit:

EPS (Earnings per Share)

bezeichnet.

Beispiel: KGV berechnen

Ein Unternehmen hat folgende Werte:

Aktienkurs: 80 Euro

Gewinn je Aktie: 4 Euro

Berechnung: 80 ÷ 4 = 20

Das Ergebnis: KGV = 20

Der Markt bewertet das Unternehmen also mit dem 20-fachen seines aktuellen Gewinns.

KGV Formel einfach erklärt

Die Formel besteht aus zwei Informationen.

Der Aktienkurs: Der Aktienkurs zeigt, welchen Preis Anleger aktuell für eine Aktie bezahlen.

Der Gewinn je Aktie: Der Gewinn je Aktie zeigt, welcher Anteil des Unternehmensgewinns rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt.

Das KGV verbindet beide Werte.

Einfach gesagt: Je höher der Aktienkurs im Verhältnis zum Gewinn ist, desto höher ist das KGV.

KGV Aktie erklärt: Was sagt die Kennzahl über eine Aktie aus?

Viele Anleger fragen: „Ist eine Aktie mit niedrigem KGV automatisch besser?“

Die Antwort lautet: Nein.

Das KGV zeigt nur einen Teil der Bewertung.

Beispiel:

Unternehmen A:

  • KGV 10
  • langsames Wachstum
  • schwierige Branche

Unternehmen B:

  • KGV 30
  • starkes Wachstum
  • innovative Produkte

Obwohl Unternehmen A günstiger erscheint, kann Unternehmen B langfristig erfolgreicher sein.

Anleger bezahlen an der Börse nicht nur für aktuelle Gewinne, sondern auch für zukünftige Erwartungen.

Was ist ein gutes KGV?

Eine der häufigsten Fragen lautet: „Welches KGV ist gut?“

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.

Ein gutes KGV hängt ab von:

  • Branche
  • Wachstum
  • wirtschaftlicher Lage
  • Zinssituation
  • Unternehmensqualität

Ein KGV von 15 kann bei einem langsam wachsenden Unternehmen teuer sein.

Ein KGV von 40 kann bei einem stark wachsenden Unternehmen angemessen sein.

KGV Mögliche Bedeutung
unter 10 möglicherweise günstig bewertet
10–20 häufig normale Bewertung
20–30 höhere Wachstumserwartungen
über 30 Markt erwartet starkes Wachstum

Diese Werte sind nur eine grobe Orientierung.

Ein Vergleich ist vor allem innerhalb derselben Branche sinnvoll.

KGV für Anfänger erklärt

Für Menschen, die gerade mit Aktien beginnen, wirkt das KGV zunächst kompliziert. Die Grundidee ist jedoch einfach:

Das KGV zeigt, wie viel Anleger für den aktuellen Gewinn eines Unternehmens bezahlen müssen.

Stellen wir uns zwei Unternehmen vor:

Unternehmen A

  • Aktienkurs: 100 Euro
  • Gewinn je Aktie: 10 Euro
  • KGV: 10

Unternehmen B

  • Aktienkurs: 100 Euro
  • Gewinn je Aktie: 2 Euro
  • KGV: 50

Obwohl beide Aktien gleich viel kosten, bewertet der Markt Unternehmen B deutlich höher.

Warum? Anleger erwarten möglicherweise, dass Unternehmen B in Zukunft stark wächst.

Das KGV zeigt also nicht nur den aktuellen Zustand eines Unternehmens, sondern auch die Erwartungen der Börse.

Für Anfänger ist besonders wichtig: Ein niedriges KGV bedeutet nicht automatisch eine gute Aktie. Ein hohes KGV bedeutet nicht automatisch eine schlechte Aktie.

Die Kennzahl muss immer im Zusammenhang betrachtet werden.

Die Frage, ob ein KGV hoch oder niedrig ist, gehört zu den wichtigsten Fragen bei der Aktienbewertung.

Hohes KGV

Ein hohes KGV bedeutet: Der Aktienkurs ist im Verhältnis zum aktuellen Gewinn relativ hoch.

Das kann verschiedene Gründe haben.

Anleger erwarten Wachstum: Ein Unternehmen entwickelt vielleicht neue Produkte oder erschließt neue Märkte. Die Anleger rechnen damit, dass die Gewinne in Zukunft deutlich steigen.

Beispiel: Ein Technologieunternehmen verdient heute 1 Milliarde Euro Gewinn. Der Markt erwartet jedoch, dass sich dieser Gewinn in wenigen Jahren verdoppelt oder verdreifacht.

Die Aktie kann deshalb ein hohes KGV haben.

Das Unternehmen gilt als besonders stabil: Bekannte Unternehmen mit starken Marken und zuverlässigen Gewinnen werden häufig höher bewertet.

Niedriges KGV

Ein niedriges KGV bedeutet: Der Aktienkurs ist im Verhältnis zum Gewinn niedriger bewertet.

Das kann eine Chance sein.

Es kann aber auch ein Warnsignal sein.

Mögliche Gründe:

  • Anleger erwarten sinkende Gewinne
  • Branche steht unter Druck
  • Unternehmen hat wirtschaftliche Probleme
  • Wachstumsaussichten sind gering

Deshalb sollten Anleger immer fragen: Warum ist das KGV niedrig?

Negatives KGV: Was bedeutet ein negatives KGV?

Ein negatives KGV entsteht, wenn ein Unternehmen keinen Gewinn erzielt, sondern Verluste macht.

Beispiel: Ein Unternehmen verliert 2 Euro je Aktie. Der Aktienkurs beträgt 50 Euro.

Die Rechnung: 50 ÷ (-2) ergibt ein negatives Ergebnis.

In der Praxis wird ein negatives KGV häufig nicht sinnvoll interpretiert.

Warum? Das KGV wurde entwickelt, um profitable Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Bei Verlustunternehmen sind andere Kennzahlen oft wichtiger, beispielsweise:

  • Umsatzwachstum
  • Cashflow
  • Verschuldung
  • zukünftige Gewinnchancen

Ein negatives KGV bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen schlecht ist.

Viele junge Wachstumsunternehmen schreiben zunächst Verluste, bevor sie profitabel werden.

Ein häufiger Fehler von Anlegern ist der direkte Vergleich von Unternehmen aus völlig unterschiedlichen Branchen.

Ein Technologieunternehmen und ein Energieunternehmen funktionieren wirtschaftlich sehr unterschiedlich.

Deshalb unterscheiden sich auch typische KGV-Bewertungen.

Branche Typische KGV-Eigenschaften
Technologie häufig höhere KGVs wegen Wachstumserwartungen
Pharma oft höhere Bewertungen wegen Innovationen und Patenten
Banken häufig niedrigere KGVs aufgrund anderer Geschäftsmodelle
Automobil meist mittlere Bewertungen, abhängig vom Marktzyklus
Versorger oft niedrigere KGVs wegen stabilerer, aber langsamerer Entwicklung

Ein KGV von 25 kann bei einem schnell wachsenden Technologieunternehmen normal sein.

Bei einem langsam wachsenden Versorger könnte derselbe Wert bereits hoch erscheinen.

KGV DAX Durchschnitt

Viele Anleger interessieren sich für das durchschnittliche KGV des DAX.

Der Wert verändert sich ständig, weil zwei Faktoren schwanken:

  • Aktienkurse
  • Unternehmensgewinne

Wenn Aktienkurse steigen, erhöht sich häufig auch das KGV.

Wenn Gewinne stärker steigen als die Kurse, kann das KGV sinken.

Historisch bewegte sich das DAX-KGV häufig in einem Bereich von ungefähr 10 bis 20, wobei es je nach Marktphase deutlich abweichen kann.

Wichtig: Der Durchschnitt allein sagt wenig aus.

Ein DAX-KGV muss immer mit der wirtschaftlichen Situation verglichen werden.

Beispiele:

  • niedrige Zinsen können höhere Bewertungen rechtfertigen
  • hohe Zinsen können Aktienbewertungen unter Druck setzen

KGV und Aktienkurs Zusammenhang

Das KGV verbindet zwei wichtige Größen:

  • Aktienkurs
  • Unternehmensgewinn

Wenn der Aktienkurs steigt, während der Gewinn gleich bleibt, steigt das KGV.

Beispiel:

Aktienkurs: 100 Euro

Gewinn je Aktie: 5 Euro

KGV: 20

Steigt der Aktienkurs auf 150 Euro: 150 ÷ 5 = 30

Das KGV steigt auf 30.

Das Unternehmen wird also teurer bewertet, obwohl sich der Gewinn nicht verändert hat.

Umgekehrt kann ein steigender Gewinn das KGV senken.

Das KGV wird häufig genutzt, um Aktien miteinander zu vergleichen.

Beispiel:

Unternehmen Branche KGV
Unternehmen A Technologie 35
Unternehmen B Industrie 15
Unternehmen C Versicherung 10

Auf den ersten Blick wirkt Unternehmen C am günstigsten.

Aber: Die Branche, das Wachstum und die Zukunftsaussichten müssen berücksichtigt werden.

Ein sinnvoller Vergleich ist:

  • ähnliche Branche
  • ähnliche Unternehmensgröße
  • ähnliche Wachstumsperspektive

Neben dem KGV gehört auch das KBV zu den bekannten Bewertungskennzahlen.

KBV bedeutet Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Der Unterschied:

  KGV KBV
Grundlage Gewinn Unternehmenswert/Buchwert
Frage Wie teuer ist der Gewinn? Wie teuer ist das Vermögen?
Besonders relevant profitable Unternehmen Substanzunternehmen
Beispiel Technologieunternehmen Banken

Das KGV eignet sich besonders für Unternehmen mit stabilen Gewinnen.

Das KBV kann bei Unternehmen interessant sein, deren Vermögenswerte eine große Rolle spielen.

Beide Kennzahlen werden häufig von Anlegern betrachtet, beantworten aber unterschiedliche Fragen.

  KGV Dividendenrendite
Betrachtung Bewertung der Aktie Höhe der Ausschüttung
Berechnung Kurs/Gewinn Dividende/Kurs
Fokus Unternehmensbewertung laufende Erträge

Ein Unternehmen kann:

  • ein niedriges KGV haben
  • aber wenig Dividende zahlen

Oder:

  • eine hohe Dividende zahlen
  • aber teuer bewertet sein

KGV ETF erklärt

Auch bei ETFs spielt das KGV eine Rolle.

Ein ETF enthält viele verschiedene Aktien.

Deshalb kann man auch ein durchschnittliches KGV für einen ETF berechnen.

Beispiel: Ein DAX ETF enthält 40 Unternehmen.

Wenn viele enthaltene Unternehmen hohe Bewertungen haben, steigt auch das durchschnittliche KGV des ETFs.

Anleger nutzen das ETF-KGV beispielsweise, um verschiedene Fonds miteinander zu vergleichen.

Beispiele:

  • DAX ETF
  • MSCI World ETF
  • Technologie ETF

Ein ETF mit niedrigem KGV ist jedoch nicht automatisch besser.

Auch hier zählen:

  • Qualität der Unternehmen
  • Wachstum
  • langfristige Perspektive

Warum ist das KGV wichtig?

Das KGV hilft Anlegern, Aktien besser einzuordnen.

Es bietet mehrere Vorteile:

  • Schneller Vergleich: Mit einer einzigen Kennzahl lassen sich Unternehmen grob vergleichen.
  • Verständnis für Bewertungen: Anleger erkennen, ob der Markt hohe oder niedrige Erwartungen hat.
  • Unterstützung bei Anlageentscheidungen: Das KGV kann ein erster Hinweis sein, ob weitere Analyse sinnvoll ist.

Typische Missverständnisse beim KGV

„Ein niedriges KGV bedeutet immer eine günstige Aktie.“ Falsch. Eine Aktie kann ein niedriges KGV haben, weil die Zukunftsaussichten schlecht sind.

„Ein hohes KGV bedeutet, dass eine Aktie überbewertet ist.“ Nicht unbedingt. Wachstumsunternehmen können dauerhaft höhere KGVs haben.

„Das KGV reicht aus, um eine Aktie zu bewerten.“ Falsch.

Anleger sollten weitere Faktoren prüfen:

  • Geschäftsmodell
  • Gewinnentwicklung
  • Verschuldung
  • Wettbewerb
  • Zukunftsaussichten

Wussten Sie schon?

Der berühmte Investor Warren Buffett betrachtet nicht nur einzelne Kennzahlen wie das KGV, sondern vor allem die Qualität eines Unternehmens und dessen langfristige Ertragskraft.

Das zeigt: Eine Kennzahl allein kann niemals die gesamte Geschichte eines Unternehmens erzählen.

Kennzahl Bedeutung Beantwortet die Frage
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis Wie viel zahle ich für den Gewinn?
KBV Kurs-Buchwert-Verhältnis Wie viel zahle ich für das Vermögen?
Dividendenrendite Ausschüttung im Verhältnis zum Kurs Wie viel Ertrag erhalte ich?
Umsatzbewertung Verhältnis Kurs/Umsatz Wie wird der Umsatz bewertet?

Merksatz

Das KGV zeigt nicht, welche Aktie billig ist – sondern welchen Preis Anleger für die Gewinne eines Unternehmens bezahlen.

Kurz zusammengefasst

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gehört zu den wichtigsten Kennzahlen der Aktienanalyse. Es verbindet den aktuellen Aktienkurs mit dem Gewinn eines Unternehmens und hilft Anlegern dabei, Bewertungen besser einzuordnen.

Ein niedriges KGV kann auf eine günstige Bewertung hindeuten, muss aber nicht automatisch ein Kaufargument sein. Ein hohes KGV kann teuer wirken, kann aber durch starke Wachstumserwartungen gerechtfertigt sein.

Wer das KGV versteht, kann Börsenbewertungen besser beurteilen und Aktienvergleiche fundierter durchführen. Entscheidend bleibt jedoch immer das Gesamtbild: Die Qualität eines Unternehmens, seine Zukunftsaussichten und die wirtschaftliche Entwicklung zählen genauso wie eine einzelne Kennzahl.

Häufig gestellte Fragen zu KGV

Was bedeutet KGV einfach erklärt?

Das KGV zeigt, wie viel Anleger für einen Euro Gewinn eines Unternehmens bezahlen. Es setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie.

Wie berechnet man das KGV?

Die Formel lautet: KGV = Aktienkurs ÷ Gewinn je Aktie

Was ist ein gutes KGV?

Es gibt kein perfektes KGV. Ein guter Wert hängt von Branche, Wachstum und Unternehmensqualität ab.

Ist ein niedriges KGV besser als ein hohes?

Nicht automatisch. Ein niedriges KGV kann eine günstige Bewertung zeigen, aber auch auf Probleme hindeuten.

Was bedeutet ein negatives KGV?

Ein negatives KGV entsteht, wenn ein Unternehmen Verluste macht. Die Kennzahl ist dann nur eingeschränkt aussagekräftig.

Welches KGV haben DAX-Unternehmen?

Das durchschnittliche KGV des DAX verändert sich regelmäßig. Es hängt von Aktienkursen, Gewinnen und der Marktlage ab.

Was ist der Unterschied zwischen KGV und KBV?

Das KGV bewertet eine Aktie anhand des Gewinns. Das KBV vergleicht den Aktienkurs mit dem Buchwert des Unternehmens.

Ist eine Aktie mit niedrigem KGV automatisch besser?

Nein. Das KGV zeigt nur einen Teil der Bewertung. Anleger bezahlen an der Börse nicht nur für aktuelle Gewinne, sondern auch für zukünftige Erwartungen.

Welches KGV ist gut?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Ein gutes KGV hängt von Branche, Wachstum, wirtschaftlicher Lage, Zinssituation und Unternehmensqualität ab.

Warum ist das KGV niedrig?

Ein niedriges KGV kann eine Chance sein, aber auch ein Warnsignal. Mögliche Gründe sind sinkende Gewinnerwartungen, eine unter Druck stehende Branche, wirtschaftliche Probleme oder geringe Wachstumsaussichten.