Leitzins einfach erklärt

⏱ Lesezeit: 13 Minuten▣ Aktualisiert: 20.07.2026

Eine kleine Zahl, die über Kredite, Immobilien und Geld entscheidet

Leitzins

Eine kleine Zahl, die über Kredite, Immobilien und Geld entscheidet

Als Anna und Michael vor einigen Jahren ihr erstes Haus kaufen wollten, war die Finanzierung schnell geplant. Die Zinsen für den Kredit waren niedrig, die monatliche Rate passte gut in ihr Budget.

Einige Zeit später sieht die Situation anders aus: Freunde berichten von deutlich höheren Kreditkosten. Der Traum vom Eigenheim ist schwieriger geworden. Gleichzeitig freuen sich Sparer wieder über höhere Zinsen auf ihrem Tagesgeldkonto.

Was hat sich verändert?

Nicht die Banken allein entscheiden darüber. Ein entscheidender Faktor liegt bei der Zentralbank:

der Leitzins.

Viele Menschen hören diesen Begriff in den Nachrichten, wenn die Europäische Zentralbank eine neue Zinsentscheidung trifft. Doch nur wenige wissen genau, was dahintersteckt.

Der Leitzins beeinflusst nicht nur Banken und Finanzmärkte. Er wirkt sich auf den Alltag fast jedes Menschen aus:

  • auf Kredite,
  • auf Immobilienpreise,
  • auf Sparzinsen,
  • auf Unternehmen,
  • auf Aktien und ETFs.

Doch was genau ist der Leitzins? Wer bestimmt ihn? Und warum kann eine kleine Änderung große Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben?

Was ist der Leitzins?

Der Leitzins ist ein von einer Zentralbank festgelegter Zinssatz, der bestimmt, zu welchen Bedingungen sich Geschäftsbanken Geld beschaffen oder Geld bei der Zentralbank anlegen können.

Er ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Geldpolitik.

Im Euroraum wird der Leitzins von der:

Europäischen Zentralbank (EZB)

festgelegt.

Die EZB nutzt den Leitzins, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beeinflussen und vor allem die Preisstabilität zu sichern.

Vereinfacht gesagt:

Der Leitzins bestimmt nicht direkt den Zinssatz für deinen Kredit oder dein Sparkonto.

Aber er beeinflusst, wie teuer Geld im gesamten Finanzsystem wird.

Leitzins einfach erklärt

Stellen Sie sich den Leitzins wie einen zentralen Regler für den Preis von Geld vor.

Wenn die Zentralbank diesen Regler verändert, reagieren Banken und Märkte.

Steigt der Leitzins:

Geld wird teurer.

Die Folgen:

  • Banken verlangen häufig höhere Kreditzinsen.
  • Unternehmen finanzieren Investitionen vorsichtiger.
  • Verbraucher nehmen weniger Kredite auf.
  • Die Nachfrage kann sinken.
  • Die Inflation kann gebremst werden.

Sinkt der Leitzins:

Geld wird günstiger.

Die Folgen:

  • Kredite werden attraktiver.
  • Unternehmen investieren eher.
  • Immobilienfinanzierungen können günstiger werden.
  • Die Wirtschaft kann stärker wachsen.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag

Eine Familie möchte ein Haus kaufen.

Bei niedrigen Zinsen:

  • der Kredit kostet weniger,
  • die monatliche Rate ist niedriger,
  • mehr Menschen können sich Eigentum leisten.

Bei höheren Zinsen:

  • die Finanzierung wird teurer,
  • die monatliche Belastung steigt,
  • weniger Käufer können sich einen Kredit leisten.

Der Leitzins entscheidet also nicht allein über Immobilienpreise – aber er beeinflusst einen wichtigen Faktor.

EZB Leitzins: Wer bestimmt den Leitzins?

Im Euroraum entscheidet die:

Europäische Zentralbank (EZB)

über die Höhe des Leitzinses.

Die EZB wurde gegründet, um eine gemeinsame Geldpolitik für die Euro-Länder umzusetzen.

Ihr wichtigstes Ziel:

Preisstabilität

Das bedeutet:

Die Inflation soll langfristig niedrig und stabil bleiben.

Wie entscheidet die EZB über den Leitzins?

Die EZB beobachtet zahlreiche wirtschaftliche Entwicklungen.

Dazu gehören:

Inflation

Steigen die Preise zu stark, kann eine Zinserhöhung notwendig werden.

Wirtschaftswachstum

Ist die Wirtschaft schwach, können niedrigere Zinsen die Nachfrage unterstützen.

Arbeitsmarkt

Die Entwicklung von Beschäftigung und Einkommen spielt ebenfalls eine Rolle.

Internationale Entwicklungen

Auch globale Ereignisse können Einfluss haben:

  • Energiepreise,
  • Finanzkrisen,
  • geopolitische Ereignisse.

Wie funktioniert der Leitzins?

Der Mechanismus lässt sich einfach erklären:

Schritt 1

Die EZB verändert den Leitzins.

Schritt 2

Geschäftsbanken passen ihre Finanzierungskosten an.

Schritt 3

Banken verändern ihre Angebote für Kunden.

Schritt 4

Verbraucher und Unternehmen reagieren.

Schritt 5

Die Wirtschaft verändert sich.

Beispiel:

Die EZB erhöht den Leitzins.

Banken zahlen mehr für Geld.

Kredite werden teurer.

Menschen kaufen weniger auf Kredit.

Unternehmen investieren vorsichtiger.

Die Nachfrage sinkt.

Die Inflation kann zurückgehen.

Was ist der aktuelle Leitzins?

Der Begriff „aktueller Leitzins“ gehört zu den häufig gesuchten Finanzbegriffen.

Wichtig:

Der Leitzins ist kein fester Wert.

Die EZB überprüft regelmäßig die wirtschaftliche Lage und kann den Zinssatz verändern.

Der aktuelle Leitzins hängt daher immer vom Zeitpunkt ab.

Wer den aktuellen Wert wissen möchte, sollte auf die offiziellen Entscheidungen der EZB achten.

Warum ändert sich der Leitzins?

Die Zentralbank verändert den Leitzins vor allem aus zwei Gründen:

1. Inflation zu hoch

Wenn Preise stark steigen, erhöht die EZB häufig die Zinsen.

Ziel:

Die Nachfrage bremsen und die Preisentwicklung stabilisieren.

2. Wirtschaft zu schwach

Wenn die Wirtschaft Unterstützung benötigt, können niedrigere Zinsen helfen.

Ziel:

Investitionen und Konsum fördern.

Leitzins und Inflation: Warum beeinflusst der Zinssatz die Preise?

Eine der wichtigsten Aufgaben des Leitzinses ist die Steuerung der Inflation.

Inflation bedeutet:

Die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen über einen längeren Zeitraum.

Dadurch verliert Geld an Kaufkraft.

Ein Beispiel:

Wenn ein Einkauf vor einigen Jahren 50 Euro gekostet hat und heute 65 Euro kostet, ist das eine Folge von Inflation.

Die Zentralbank versucht, starke Preisanstiege zu verhindern.

Der wichtigste Hebel:

der Leitzins.

Was passiert bei hoher Inflation?

Wenn die Preise zu schnell steigen, kann die EZB den Leitzins erhöhen.

Der Ablauf:

Höherer Leitzins

Banken zahlen mehr für Geld

Kredite werden teurer

Menschen und Unternehmen leihen weniger Geld

Nachfrage sinkt

Preisanstieg kann sich verlangsamen

Beispiel: Leitzins gegen Inflation

Angenommen:

Viele Menschen möchten gleichzeitig Wohnungen kaufen, Autos finanzieren und Unternehmen investieren stark.

Die Nachfrage steigt.

Unternehmen erhöhen ihre Preise.

Die Inflation nimmt zu.

Die EZB erhöht den Leitzins.

Kredite werden teurer.

Ein Teil der Nachfrage geht zurück.

Dadurch kann der Preisdruck nachlassen.

Kann der Leitzins Inflation vollständig stoppen?

Nein.

Der Leitzins ist nur ein Werkzeug.

Die Inflation kann auch durch andere Faktoren entstehen:

  • steigende Energiepreise,
  • Lieferprobleme,
  • Rohstoffmangel,
  • politische Krisen.

Zentralbanken können diese Ursachen nicht direkt beeinflussen.

Viele Menschen fragen:

„Ist der Leitzins der gleiche Zins, den ich bei meiner Bank bezahle?“

Die Antwort:

Nein.

Der Leitzins beeinflusst die normalen Zinsen, ist aber nicht identisch mit ihnen.

Leitzins

Der Leitzins wird von der Zentralbank festgelegt.

Er steuert die Bedingungen im Finanzsystem.

Kreditzinsen und Sparzinsen

Diese werden von Banken für Kunden festgelegt.

Sie orientieren sich unter anderem am Leitzins.

LeitzinsKreditzinsen / Sparzinsen
Zentralbank legt ihn festBanken legen sie fest
Steuerung der Wirtschaftkonkrete Angebote für Kunden
wirkt indirektwirkt direkt
wichtig für Geldpolitikwichtig für Verbraucher

Leitzins und Bauzinsen: Warum beeinflusst die EZB Immobilienkredite?

Für Hauskäufer ist der Zusammenhang besonders wichtig.

Die Bauzinsen hängen von vielen Faktoren ab:

  • Kapitalmarkt,
  • Inflationserwartungen,
  • Bankenrisiken,
  • Geldpolitik.

Der Leitzins spielt dabei eine wichtige Rolle.

Was passiert mit Bauzinsen bei steigendem Leitzins?

Wenn die EZB den Leitzins erhöht, steigen häufig auch die Finanzierungskosten der Banken.

Diese höheren Kosten können weitergegeben werden.

Folge:

  • Baukredite werden teurer,
  • monatliche Raten steigen,
  • Immobilienkäufer können sich weniger leisten.

Beispiel: Einfluss höherer Bauzinsen

Eine Familie finanziert:

400.000 Euro

über einen Immobilienkredit.

Bei niedrigen Zinsen:

Die monatliche Rate bleibt bezahlbar.

Bei deutlich höheren Zinsen:

Die gleiche Immobilie kann plötzlich mehrere hundert Euro mehr pro Monat kosten.

Viele Käufer müssen dann:

  • weniger kaufen,
  • mehr Eigenkapital einsetzen,
  • den Kauf verschieben.

Leitzins und Immobilienpreise

Der Zusammenhang zwischen Zinsen und Immobilienpreisen ist sehr eng.

Niedrige Zinsen

Kredite sind günstig.

Mehr Menschen können Immobilien finanzieren.

Die Nachfrage steigt.

Immobilienpreise können steigen.

Hohe Zinsen

Kredite werden teurer.

Weniger Menschen können kaufen.

Die Nachfrage sinkt.

Immobilienpreise können unter Druck geraten.

Wichtig:

Der Leitzins bestimmt nicht allein den Immobilienmarkt.

Auch Faktoren wie:

  • Wohnraumnachfrage,
  • Angebot,
  • Einkommen,
  • Standort,

spielen eine große Rolle.

Leitzins und Aktien: Warum reagieren Börsen auf Zinsentscheidungen?

Auch Anleger beobachten den Leitzins sehr genau.

Warum?

Weil Zinsen beeinflussen, wie Unternehmen arbeiten und bewertet werden.

Was passiert mit Aktien bei steigenden Zinsen?

Steigende Leitzinsen können Aktien belasten.

Gründe:

Höhere Finanzierungskosten

Unternehmen müssen für Kredite mehr bezahlen.

Das kann Gewinne reduzieren.

Alternative Anlagen werden attraktiver

Wenn sichere Anlagen wieder höhere Zinsen bieten, wechseln manche Anleger von Aktien zu Anleihen oder Sparprodukten.

Unternehmensbewertungen verändern sich

Besonders Unternehmen mit hohen Erwartungen an zukünftiges Wachstum können stärker reagieren.

Was passiert mit Aktien bei sinkenden Zinsen?

Niedrigere Zinsen können Aktien unterstützen.

Mögliche Gründe:

  • Unternehmen können günstiger investieren,
  • Kredite werden billiger,
  • Anleger suchen eher renditestärkere Anlagen.

Leitzins und ETF: Welche Auswirkungen gibt es?

Viele Anleger investieren über ETFs.

Der Einfluss des Leitzinses hängt davon ab, welcher ETF betrachtet wird.

Aktien-ETF und Leitzins

Aktien-ETFs können auf Zinsänderungen reagieren.

Steigende Zinsen können belasten:

  • Unternehmensgewinne,
  • Bewertungen,
  • Anlegerstimmung.

Anleihen-ETF und Leitzins

Anleihen reagieren besonders stark auf Zinsänderungen.

Wenn Zinsen steigen:

  • verlieren ältere Anleihen häufig an Wert.

Wenn Zinsen fallen:

  • können bestehende Anleihen attraktiver werden.

Leitzins Auswirkungen: Die wichtigsten Folgen im Überblick

Der Leitzins beeinflusst viele Bereiche gleichzeitig.

BereichWirkung bei steigenden Leitzinsen
Kreditewerden teurer
Baufinanzierunghöhere monatliche Belastung
Sparenhöhere Sparzinsen möglich
Inflationkann gebremst werden
UnternehmenFinanzierung schwieriger
Aktienkönnen unter Druck geraten
ImmobilienNachfrage kann sinken

Was passiert, wenn der Leitzins sinkt?

Eine Zinssenkung verfolgt meistens das Ziel, die Wirtschaft anzukurbeln.

Mögliche Folgen:

Für Verbraucher

  • günstigere Kredite,
  • höhere Bereitschaft zu größeren Anschaffungen.

Für Unternehmen

  • günstigere Finanzierung,
  • mehr Investitionen.

Für Anleger

  • Aktien können profitieren,
  • sichere Anlagen bieten möglicherweise weniger Ertrag.

Leitzins einfach erklärt: Die wichtigste Verbindung

Der Leitzins verbindet Geldpolitik mit dem Alltag.

Eine Entscheidung der EZB kann beeinflussen:

  • ob ein Hauskauf möglich ist,
  • wie viel Zinsen ein Kredit kostet,
  • wie attraktiv Sparen ist,
  • wie sich Börsen entwickeln.

Genau deshalb gehört der Leitzins zu den wichtigsten Wirtschaftsbegriffen.

Historische Entwicklung des Leitzinses

Der Leitzins hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Die Entwicklung zeigt, wie eng Geldpolitik mit wirtschaftlichen Veränderungen verbunden ist.

Die Zeit hoher Inflation

In Phasen mit stark steigenden Preisen erhöhen Zentralbanken häufig die Zinsen.

Das Ziel:

Die Kaufkraft des Geldes schützen und die Inflation bremsen.

Die Niedrigzinsphase

Nach der Finanzkrise 2008 senkten viele Zentralbanken ihre Zinsen deutlich.

Die Gründe:

  • schwaches Wirtschaftswachstum,
  • geringe Inflation,
  • Unterstützung der Wirtschaft.

Viele Jahre waren Kredite dadurch besonders günstig.

Die Phase steigender Zinsen

Als die Inflation nach der Corona-Pandemie und durch globale Entwicklungen deutlich zunahm, reagierten Zentralbanken mit Zinserhöhungen.

Der Leitzins wurde wieder zu einem der wichtigsten Themen für:

  • Immobilienkäufer,
  • Unternehmen,
  • Sparer,
  • Anleger.

Warum kann der Leitzins nicht einfach immer niedrig bleiben?

Auf den ersten Blick wirken niedrige Zinsen attraktiv:

  • günstige Kredite,
  • mehr Investitionen,
  • steigende Nachfrage.

Doch dauerhaft sehr niedrige Zinsen können auch Probleme verursachen.

Mögliche Folgen:

  • stärkere Inflation,
  • steigende Vermögenspreise,
  • höhere Verschuldung.

Deshalb versuchen Zentralbanken, ein Gleichgewicht zu finden.

Warum kann der Leitzins nicht unbegrenzt steigen?

Auch sehr hohe Zinsen haben Nachteile.

Sie können:

  • Kredite verteuern,
  • Unternehmen belasten,
  • Investitionen bremsen,
  • die Wirtschaft abschwächen.

Die Herausforderung für Zentralbanken besteht darin, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Höhe zu finden.

Typische Missverständnisse zum Leitzins

Missverständnis 1:

„Der Leitzins ist mein Kreditzins.“

Das stimmt nicht.

Der Leitzins beeinflusst die Kreditzinsen, aber Banken berücksichtigen zusätzlich:

  • eigene Kosten,
  • Risiko des Kunden,
  • Laufzeit,
  • Kapitalmarkt.

Missverständnis 2:

„Wenn der Leitzins steigt, steigen alle Zinsen sofort.“

Auch das stimmt nicht immer.

Finanzmärkte reagieren oft schon vorher auf erwartete Entscheidungen.

Manchmal verändern sich Kreditzinsen bereits, bevor die EZB offiziell entscheidet.

Missverständnis 3:

„Ein hoher Leitzins ist immer schlecht.“

Nicht unbedingt.

Für Kreditnehmer können höhere Zinsen belastend sein.

Für Sparer können sie jedoch Vorteile bringen, weil Sparprodukte mehr Ertrag bieten können.

Missverständnis 4:

„Die EZB bestimmt alle Preise.“

Nein.

Die EZB beeinflusst die Geldbedingungen, aber Preise entstehen durch viele Faktoren:

  • Angebot und Nachfrage,
  • Energiepreise,
  • Produktionskosten,
  • internationale Entwicklungen.

Was ist der Leitzins einfach erklärt?

Der Leitzins ist der Zinssatz, den eine Zentralbank festlegt, um die Geldpolitik zu steuern.

Er beeinflusst, wie teuer Geld für Banken ist und wirkt dadurch auf Kredite, Sparzinsen, Inflation und Wirtschaft.

Was bedeutet Leitzins?

Der Begriff bedeutet wörtlich:

Ein Zinssatz, der als Orientierung und Steuerungsgröße für das Finanzsystem dient.

Er gibt die Richtung vor, in die sich viele andere Zinsen bewegen können.

Wer bestimmt den Leitzins?

Im Euroraum bestimmt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins.

Sie entscheidet anhand wirtschaftlicher Daten wie Inflation, Wachstum und Preisentwicklung.

Wer legt den EZB Leitzins fest?

Der EZB-Rat entscheidet über die Höhe der Leitzinsen.

Er besteht aus Mitgliedern des Direktoriums der EZB und Vertretern der nationalen Zentralbanken der Euro-Länder.

Wie funktioniert der Leitzins?

Die Zentralbank verändert die Bedingungen, zu denen Banken Geld erhalten.

Diese Veränderungen wirken sich anschließend auf Banken, Unternehmen und Verbraucher aus.

Der Ablauf:

EZB → Banken → Kredite/Sparen → Wirtschaft

Warum erhöht die EZB den Leitzins?

Die EZB erhöht den Leitzins meistens, wenn die Inflation zu hoch ist.

Teureres Geld soll die Nachfrage bremsen und dadurch den Preisanstieg verlangsamen.

Was passiert, wenn der Leitzins steigt?

Steigende Leitzinsen können folgende Auswirkungen haben:

  • Kredite werden teurer,
  • Bauzinsen können steigen,
  • Sparzinsen können steigen,
  • Unternehmen investieren vorsichtiger,
  • Aktienmärkte können reagieren.

Was passiert, wenn der Leitzins fällt?

Sinkende Leitzinsen können:

  • Kredite günstiger machen,
  • Investitionen fördern,
  • die Wirtschaft unterstützen.

Gleichzeitig können Sparzinsen niedriger werden.

Wie beeinflusst der Leitzins die Inflation?

Ein höherer Leitzins kann Inflation bremsen, weil weniger günstiges Geld im Wirtschaftskreislauf vorhanden ist.

Eine Zinssenkung kann dagegen die Nachfrage erhöhen.

Wie beeinflusst der Leitzins Bauzinsen?

Der Leitzins beeinflusst die Finanzierungskosten der Banken.

Wenn Geld teurer wird, können auch Baukredite teurer werden.

Allerdings hängen Bauzinsen zusätzlich von Kapitalmärkten und Erwartungen ab.

Was ist der aktuelle Leitzins?

Der aktuelle Leitzins ist der derzeit gültige Zinssatz der Zentralbank.

Da Zentralbanken ihre Entscheidungen regelmäßig überprüfen, kann sich dieser Wert verändern.

Für aktuelle Werte sollte immer die letzte EZB-Entscheidung betrachtet werden.

Wussten Sie schon?

Der Leitzins beeinflusst nicht nur Banken, sondern Entscheidungen von Millionen Menschen.

Eine Änderung um wenige Zehntel Prozentpunkte kann weltweit Auswirkungen haben:

  • Unternehmen ändern ihre Investitionspläne,
  • Immobilienkäufer verschieben Käufe,
  • Anleger passen ihre Strategien an,
  • Währungen können reagieren.

Der Leitzins gehört deshalb zu den wichtigsten Wirtschaftsindikatoren der Welt.

Merksatz zum Leitzins

„Der Leitzins bestimmt nicht direkt, was dein Kredit kostet – aber er beeinflusst den Preis, den Geld in der gesamten Wirtschaft hat.“

Kurz zusammengefasst

Der Leitzins ist eines der wichtigsten Instrumente moderner Geldpolitik.

Er wird im Euroraum von der Europäischen Zentralbank festgelegt und beeinflusst, wie teuer oder günstig Geld für Banken, Unternehmen und Verbraucher ist.

Steigende Leitzinsen können helfen, Inflation zu bremsen, verteuern aber häufig Kredite. Sinkende Leitzinsen können die Wirtschaft unterstützen, führen jedoch oft zu niedrigeren Sparzinsen.

Wer den Leitzins versteht, versteht einen zentralen Mechanismus der Finanzwelt. Er erklärt, warum sich Kredite verändern, warum Börsen reagieren und warum Entscheidungen der Zentralbanken den Alltag jedes Menschen beeinflussen können.

Häufig gestellte Fragen zu Leitzins

Was ist der Leitzins einfach erklärt?

Der Leitzins ist der Zinssatz, den eine Zentralbank festlegt, um die Geldpolitik zu steuern.

Er beeinflusst, wie teuer Geld für Banken ist und wirkt dadurch auf Kredite, Sparzinsen, Inflation und Wirtschaft.

Was bedeutet Leitzins?

Der Begriff bedeutet wörtlich:

Ein Zinssatz, der als Orientierung und Steuerungsgröße für das Finanzsystem dient.

Er gibt die Richtung vor, in die sich viele andere Zinsen bewegen können.

Wer bestimmt den Leitzins?

Im Euroraum bestimmt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins.

Sie entscheidet anhand wirtschaftlicher Daten wie Inflation, Wachstum und Preisentwicklung.

Wer legt den EZB Leitzins fest?

Der EZB-Rat entscheidet über die Höhe der Leitzinsen.

Er besteht aus Mitgliedern des Direktoriums der EZB und Vertretern der nationalen Zentralbanken der Euro-Länder.

Wie funktioniert der Leitzins?

Die Zentralbank verändert die Bedingungen, zu denen Banken Geld erhalten.

Diese Veränderungen wirken sich anschließend auf Banken, Unternehmen und Verbraucher aus.

Der Ablauf:

EZB → Banken → Kredite/Sparen → Wirtschaft

Warum erhöht die EZB den Leitzins?

Die EZB erhöht den Leitzins meistens, wenn die Inflation zu hoch ist.

Teureres Geld soll die Nachfrage bremsen und dadurch den Preisanstieg verlangsamen.

Was passiert, wenn der Leitzins steigt?

Steigende Leitzinsen können folgende Auswirkungen haben:

  • Kredite werden teurer,
  • Bauzinsen können steigen,
  • Sparzinsen können steigen,
  • Unternehmen investieren vorsichtiger,
  • Aktienmärkte können reagieren.

Was passiert, wenn der Leitzins fällt?

Sinkende Leitzinsen können:

  • Kredite günstiger machen,
  • Investitionen fördern,
  • die Wirtschaft unterstützen.

Gleichzeitig können Sparzinsen niedriger werden.

Wie beeinflusst der Leitzins die Inflation?

Ein höherer Leitzins kann Inflation bremsen, weil weniger günstiges Geld im Wirtschaftskreislauf vorhanden ist.

Eine Zinssenkung kann dagegen die Nachfrage erhöhen.

Wie beeinflusst der Leitzins Bauzinsen?

Der Leitzins beeinflusst die Finanzierungskosten der Banken.

Wenn Geld teurer wird, können auch Baukredite teurer werden.

Allerdings hängen Bauzinsen zusätzlich von Kapitalmärkten und Erwartungen ab.

Was ist der aktuelle Leitzins?

Der aktuelle Leitzins ist der derzeit gültige Zinssatz der Zentralbank.

Da Zentralbanken ihre Entscheidungen regelmäßig überprüfen, kann sich dieser Wert verändern.

Für aktuelle Werte sollte immer die letzte EZB-Entscheidung betrachtet werden.