Solarthermie einfach erklärt

⏱ Lesezeit: 11 Minuten▣ Aktualisiert: 24.07.2026
Was ist Solarthermie?
Solarthermie ist die technische Nutzung von Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme.
Solarthermie kurz erklärt
Definition Nutzung von Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung
Anwendungen Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
Wichtige Bauteile Solarkollektoren, Solarkreislauf, Pumpe, Regelung und Wärmespeicher
Energieform Wärme
Kollektorarten Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren
Speicherarten Warmwasserspeicher, Pufferspeicher und Kombispeicher
Nicht zu verwechseln mit Photovoltaik zur Stromerzeugung
Englischer Begriff Solar Thermal Energy

Solarthermie nutzt Sonnenstrahlung, um Wärme für Warmwasser und Heizung bereitzustellen.

Dazu nehmen Solarkollektoren Sonnenenergie auf. Eine Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die gewonnene Wärme zu einem Speicher, in dem sie später genutzt werden kann.

Solarthermie erzeugt keinen Strom. Darin unterscheidet sie sich grundlegend von der Photovoltaik.

Was ist Solarthermie?

Solarthermie ist die technische Nutzung von Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme.

Die gewonnene Wärme wird meist zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung einer Heizungsanlage verwendet.

Solarkollektoren wandeln Sonnenstrahlung direkt in nutzbare Wärme um.

Solarthermie einfach erklärt

Ein Solarkollektor erwärmt sich durch Sonnenlicht. Im Inneren fließt eine Flüssigkeit, die diese Wärme aufnimmt.

Eine Pumpe transportiert die warme Flüssigkeit zu einem Wärmespeicher. Dort wird die Energie auf Trinkwasser oder Heizungswasser übertragen.

Die abgekühlte Flüssigkeit fließt anschließend zurück zum Kollektor und wird erneut erwärmt.

Geschichte der Solarthermie

Die Nutzung von Sonnenwärme ist älter als moderne Heiztechnik. Schon früh wurden Gebäude so ausgerichtet, dass Sonnenstrahlung Räume erwärmen konnte.

Technische Solarkollektoren entwickelten sich vor allem im 20. Jahrhundert weiter. Mit steigenden Energiepreisen und dem wachsenden Interesse an erneuerbaren Energien wurden Solarthermieanlagen zunehmend in Wohngebäuden eingesetzt.

Heute gibt es ausgereifte Systeme für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbebetriebe und große Wärmenetze.

Wie funktioniert Solarthermie?

Schritt Vorgang Ergebnis
1 Sonnenstrahlung trifft auf den Absorber. Wärme entsteht.
2 Die Wärmeträgerflüssigkeit nimmt Wärme auf. Die Flüssigkeit erwärmt sich.
3 Eine Pumpe transportiert die Flüssigkeit zum Speicher. Wärme gelangt ins Gebäude.
4 Ein Wärmetauscher überträgt die Energie. Wasser wird erwärmt.
5 Die abgekühlte Flüssigkeit fließt zurück. Der Kreislauf beginnt erneut.

Aufbau einer Solarthermieanlage

Bauteil Aufgabe
Solarkollektor Nimmt Sonnenenergie auf.
Absorber Wandelt Strahlung in Wärme um.
Wärmeträgerflüssigkeit Transportiert die Wärme.
Solarpumpe Bewegt die Flüssigkeit durch den Kreislauf.
Regelung Steuert die Pumpe anhand der Temperaturen.
Wärmetauscher Überträgt Wärme auf das Speicherwasser.
Ausdehnungsgefäß Gleicht Druck- und Volumenänderungen aus.
Wärmespeicher Speichert die gewonnene Energie.

Der Solarkollektor

Der Solarkollektor ist das zentrale Bauteil auf dem Dach oder einer anderen geeigneten Fläche.

Er besteht aus einem Absorber, Rohrleitungen, Dämmung und je nach Bauart einer transparenten Abdeckung oder Vakuumröhren.

Seine Aufgabe ist es, möglichst viel Sonnenstrahlung aufzunehmen und Wärmeverluste gering zu halten.

Merkmal Flachkollektor Vakuumröhrenkollektor
Aufbau Flache geschlossene Kollektorfläche Mehrere evakuierte Glasröhren
Wärmeverluste Etwas höher Geringer
Leistung bei Kälte Gut Meist besser
Flächenbedarf Höher Oft geringer
Kosten Meist niedriger Meist höher
Typischer Einsatz Warmwasser und Heizung Hohe Temperaturen und kleine Flächen

Flachkollektoren

Flachkollektoren besitzen einen flachen Absorber unter einer transparenten Abdeckung.

Sie sind robust, technisch einfach aufgebaut und bei Wohngebäuden weit verbreitet.

Für Warmwasser und Heizungsunterstützung bieten sie häufig ein gutes Verhältnis zwischen Anschaffungskosten und Ertrag.

Vakuumröhrenkollektoren

Vakuumröhrenkollektoren bestehen aus mehreren Glasröhren, in denen ein Vakuum die Wärmeverluste reduziert.

Sie arbeiten bei niedrigen Außentemperaturen und hohen erforderlichen Wassertemperaturen häufig effizienter.

Ihre Anschaffung ist meist teurer, dafür benötigen sie für denselben Ertrag oft weniger Fläche.

Der Solarkreislauf

Der Solarkreislauf verbindet Kollektor und Speicher.

Element Funktion
Vorlauf Führt erwärmte Flüssigkeit zum Speicher.
Rücklauf Führt abgekühlte Flüssigkeit zurück.
Pumpe Hält den Kreislauf in Bewegung.
Sicherheitsventil Schützt vor zu hohem Druck.
Entlüfter Entfernt Luft aus dem System.

Wärmeträgerflüssigkeit

Die Wärmeträgerflüssigkeit besteht häufig aus Wasser und einem Frostschutzmittel.

Sie transportiert die Wärme, schützt Leitungen und Kollektoren vor Frost und muss hohen Temperaturen standhalten.

Im Laufe der Zeit kann die Flüssigkeit altern. Deshalb sollten Frostschutz, pH-Wert und Zustand regelmäßig kontrolliert werden.

Der Wärmetauscher

Der Wärmetauscher überträgt die Energie aus dem Solarkreislauf auf das Wasser im Speicher.

Die Wärmeträgerflüssigkeit und das Trink- oder Heizungswasser bleiben dabei voneinander getrennt.

Eine gute Wärmeübertragung verbessert den nutzbaren Ertrag der Anlage.

Der Wärmespeicher

Der Speicher gleicht den zeitlichen Unterschied zwischen Sonneneinstrahlung und Wärmebedarf aus.

Speichertyp Aufgabe
Warmwasserspeicher Speichert erwärmtes Trinkwasser.
Pufferspeicher Speichert Heizungswasser.
Kombispeicher Verbindet Warmwasser und Heizungsunterstützung.
Schichtenspeicher Ordnet Wasser nach Temperaturzonen.

Solarthermie für Warmwasser

Eine Anlage zur Warmwasserbereitung liefert Wärme für Dusche, Bad, Küche und andere Zapfstellen.

Im Sommer kann sie einen großen Teil des Warmwasserbedarfs übernehmen. Bei geringer Sonneneinstrahlung heizt die vorhandene Heizung nach.

Diese Variante benötigt meist weniger Kollektorfläche und einen kleineren Speicher als eine Anlage mit Heizungsunterstützung.

Solarthermie zur Heizungsunterstützung

Bei der Heizungsunterstützung liefert die Solarthermie zusätzlich Wärme an das Heizsystem.

Besonders in Frühling und Herbst kann sie einen Teil der Raumheizung übernehmen.

Dafür sind eine größere Kollektorfläche, ein größerer Speicher und eine passende hydraulische Einbindung notwendig.

Merkmal Nur Warmwasser Mit Heizungsunterstützung
Kollektorfläche Kleiner Größer
Speicher Warmwasserspeicher Puffer- oder Kombispeicher
Investition Niedriger Höher
Einsparung Nur Warmwasserenergie Zusätzlich Heizenergie
Planung Einfacher Aufwendiger

Solarer Deckungsgrad

Der solare Deckungsgrad zeigt, welcher Anteil des Wärmebedarfs durch die Solarthermieanlage gedeckt wird.

Formel: Solarer Deckungsgrad = Solarwärme ÷ gesamter Wärmebedarf × 100

Ein möglichst hoher Wert ist nicht automatisch wirtschaftlich optimal, weil sehr große Anlagen im Sommer häufig Überschüsse erzeugen.

Beispiel zum solaren Deckungsgrad

Ein Haushalt benötigt jährlich 4.000 Kilowattstunden Wärme für Warmwasser. Die Solarthermie liefert 2.400 Kilowattstunden.

Wert Berechnung Ergebnis
Solarwärme 2.400 kWh 2.400 kWh
Gesamtbedarf 4.000 kWh 4.000 kWh
Deckungsgrad 2.400 ÷ 4.000 × 100 60 Prozent

Solarer Ertrag

Der solare Ertrag beschreibt die nutzbare Wärmemenge, die die Anlage in einem Zeitraum liefert.

Einflussfaktor Wirkung
Sonneneinstrahlung Mehr Strahlung erhöht den möglichen Ertrag.
Kollektorart Beeinflusst Wirkungsgrad und Temperaturverhalten.
Ausrichtung Bestimmt den Tagesverlauf der Energieaufnahme.
Neigung Beeinflusst saisonale Erträge.
Speichergröße Begrenzt die nutzbare Wärmemenge.
Wärmebedarf Bestimmt, wie viel Wärme tatsächlich genutzt wird.

Ausrichtung und Neigung

Eine Südausrichtung liefert häufig hohe Jahreserträge. Auch Südost und Südwest können gut geeignet sein.

Für die Heizungsunterstützung kann eine steilere Neigung vorteilhaft sein, weil sie die tief stehende Wintersonne besser nutzt.

Die optimale Ausrichtung hängt vom Nutzungsziel und den örtlichen Bedingungen ab.

Verschattung

Bäume, Gebäude, Schornsteine oder Dachaufbauten können die Kollektoren verschatten.

Dadurch trifft weniger Sonnenstrahlung auf den Absorber und der Wärmeertrag sinkt.

Vor der Installation sollte deshalb eine Verschattungsanalyse durchgeführt werden.

Merkmal Solarthermie Photovoltaik
Erzeugte Energie Wärme Strom
Hauptbauteil Solarkollektor Solarmodul
Speicher Wärmespeicher Batteriespeicher
Nutzung Warmwasser und Heizung Haushalt, Wärmepumpe, Wallbox
Überschüsse Nur begrenzt nutzbar Speicherbar oder einspeisbar

Solarthermie und Wärmepumpe

Solarthermie und Wärmepumpe können kombiniert werden.

Die Solarthermie liefert direkt Wärme, während die Wärmepumpe Umweltenergie mit Strom nutzbar macht.

Eine sorgfältige Regelung ist wichtig, damit beide Systeme sinnvoll zusammenarbeiten.

Solarthermie und Gasheizung

Solarthermie wird häufig als Ergänzung zu einer Gasheizung eingesetzt.

Bei ausreichender Sonneneinstrahlung übernimmt die Solaranlage die Warmwasserbereitung oder einen Teil der Heizungsunterstützung.

Die Gasheizung springt ein, wenn die Solarwärme nicht ausreicht.

Solarthermie und Pelletheizung

Eine Pelletheizung lässt sich ebenfalls mit Solarthermie kombinieren.

Im Sommer kann die Solaranlage Warmwasser bereitstellen, sodass der Pelletkessel seltener starten muss.

Das reduziert Brennstoffverbrauch, Betriebsstunden und Verschleiß.

Sommerbetrieb

Im Sommer kann die Anlage mehr Wärme liefern, als benötigt wird.

Ist der Speicher vollständig geladen, schaltet die Regelung die Pumpe ab. Die Kollektortemperatur kann stark steigen.

Eine passende Dimensionierung reduziert häufige Überschüsse und thermische Belastungen.

Winterbetrieb

Auch im Winter erzeugt Solarthermie Wärme. Der Ertrag ist jedoch meist deutlich geringer.

Kurze Tage, niedriger Sonnenstand, Wolken und Schnee begrenzen die Leistung.

Eine zusätzliche Heizung bleibt deshalb notwendig.

Stagnation

Stagnation entsteht, wenn die Kollektoren Wärme aufnehmen, der Speicher aber keine weitere Energie aufnehmen kann.

Die Pumpe wird abgeschaltet und die Flüssigkeit im Kollektor kann sehr hohe Temperaturen erreichen.

Eine korrekt geplante Anlage ist dafür ausgelegt. Häufige Stagnation kann die Wärmeträgerflüssigkeit dennoch belasten.

Frostschutz

Der Solarkreislauf muss vor Frost geschützt werden.

Dazu wird häufig eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel verwendet.

Der Frostschutz sollte regelmäßig kontrolliert werden, damit Kollektoren und Leitungen bei niedrigen Temperaturen nicht beschädigt werden.

Planung einer Solarthermieanlage

Planungspunkt Wichtige Frage
Wärmebedarf Wie viel Warmwasser und Heizwärme wird benötigt?
Kollektorfläche Wie groß muss die Anlage sein?
Speichergröße Wie viel Wärme soll gespeichert werden?
Dachfläche Ist ausreichend unverschattete Fläche vorhanden?
Ausrichtung Wie gut lässt sich Sonnenenergie nutzen?
Heizungssystem Wie wird Solarwärme eingebunden?
Leitungswege Wie weit liegen Kollektor und Speicher auseinander?

Dimensionierung

Die Größe der Anlage muss zum Wärmebedarf passen.

Eine zu kleine Anlage liefert nur geringe Beiträge. Eine zu große Anlage erzeugt im Sommer häufig ungenutzte Überschüsse.

Wichtige Größen sind Personenanzahl, Warmwasserverbrauch, Heizsystem, Gebäudegröße, Kollektortyp und Speichergröße.

Montagearten

Montageart Beschreibung
Aufdachmontage Kollektoren werden über der Dachdeckung befestigt.
Indachmontage Kollektoren ersetzen einen Teil der Dachdeckung.
Flachdachmontage Kollektoren werden aufgeständert.
Fassadenmontage Kollektoren werden an einer Wand angebracht.
Freiflächenmontage Kollektoren stehen unabhängig vom Gebäude.

Kosten einer Solarthermieanlage

Die Kosten hängen von Kollektorart, Anlagengröße, Speicher, Montage und Heizungsanbindung ab.

Kostenbereich Bestandteile
Kollektoren Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren
Speicher Warmwasser-, Puffer- oder Kombispeicher
Hydraulik Leitungen, Pumpengruppe und Ventile
Montage Dacharbeiten und Leitungsverlegung
Regelung Sensoren und Steuergerät
Einbindung Anschluss an Warmwasser und Heizung

Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit hängt davon ab, wie viel konventionelle Heizenergie ersetzt wird.

Wichtig sind Investitionskosten, Brennstoffpreise, Förderungen, Nutzungsdauer, Wartung und tatsächlich nutzbarer Solarertrag.

Eine gut dimensionierte Anlage ist meist wirtschaftlicher als eine unnötig große Anlage.

Wartung

Prüfpunkt Warum wichtig?
Anlagendruck Zeigt mögliche Undichtigkeiten.
Frostschutz Schützt vor Schäden bei Kälte.
Wärmeträgerflüssigkeit Kann durch hohe Temperaturen altern.
Pumpe Muss zuverlässig fördern.
Sensoren Beeinflussen die Regelung.
Dämmung Beschädigungen erhöhen Wärmeverluste.

Lebensdauer

Solarkollektoren können bei guter Qualität und Wartung viele Jahre genutzt werden.

Pumpen, Regelung und Wärmeträgerflüssigkeit können früher gewartet oder ersetzt werden müssen.

Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Materialqualität, Montage und Betriebsbedingungen ab.

Vorteile der Solarthermie

  • Erneuerbare Wärme: Sonnenenergie ersetzt einen Teil konventioneller Heizenergie.
  • Geringere Brennstoffkosten: Gas, Öl, Pellets oder Strom können eingespart werden.
  • Hoher Wirkungsgrad: Sonnenenergie wird direkt als Wärme genutzt.
  • Bewährte Technik: Solarthermie ist seit vielen Jahren im Einsatz.
  • Vielseitige Kombination: Sie passt zu verschiedenen Heizsystemen.
  • Entlastung im Sommer: Die Hauptheizung kann zeitweise ausgeschaltet bleiben.

Nachteile und Grenzen

Saisonale Schwankungen

Im Winter ist der Ertrag gering, obwohl der Wärmebedarf hoch ist.

Begrenzte Speicherung

Wärmeüberschüsse lassen sich nicht beliebig lange speichern.

Zusätzliche Technik

Pumpe, Regelung, Leitungen und Speicher erhöhen den Aufwand.

Stagnation

Bei fehlender Wärmeabnahme können hohe Temperaturen entstehen.

Dachflächenkonkurrenz

Die belegte Fläche steht nicht für Photovoltaik zur Verfügung.

Abhängigkeit vom Wärmebedarf

Geringer Verbrauch kann die Wirtschaftlichkeit verschlechtern.

Wann ist Solarthermie sinnvoll?

Situation Bewertung
Hoher Warmwasserbedarf Gute Voraussetzungen
Mehrere Personen im Haushalt Regelmäßige Nutzung möglich
Unverschattete Dachfläche Günstig
Geeigneter Speicherplatz Wichtig
Sehr geringer Wärmebedarf Wirtschaftlichkeit genau prüfen
Knappe Dachfläche und hoher Strombedarf Photovoltaik kann flexibler sein.

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Solarthermie erzeugt Strom. Tatsächlich erzeugt sie Wärme.
  • Solarthermie funktioniert nur im Sommer. Sie arbeitet auch im Winter, aber mit geringerem Ertrag.
  • Eine große Anlage ist immer besser. Überdimensionierung kann zu Überschüssen und Stagnation führen.
  • Die Hauptheizung wird vollständig ersetzt. Meist bleibt eine zusätzliche Wärmequelle erforderlich.
  • Vakuumröhrenkollektoren sind immer besser. Flachkollektoren können wirtschaftlicher sein.
  • Die Solarflüssigkeit hält unbegrenzt. Sie kann altern und muss geprüft werden.
  • Solarthermie und Photovoltaik sind dasselbe. Die eine erzeugt Wärme, die andere Strom.
  • Ein kleiner Speicher ist immer günstiger. Ein zu kleiner Speicher kann den nutzbaren Ertrag begrenzen.

Wussten Sie schon?

  • Solarthermiekollektoren können einen großen Teil der Sonnenenergie direkt als Wärme nutzbar machen.
  • Eine steilere Neigung kann den Winterertrag verbessern.
  • Eine überdimensionierte Anlage kann im Sommer häufiger in Stagnation gehen.

Merksatz

Solarthermie macht aus Sonnenlicht Wärme, Photovoltaik macht daraus Strom.

Fazit

Solarthermie nutzt Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme für Warmwasser und Heizung.

Die wichtigsten Bauteile sind Solarkollektoren, Wärmeträgerflüssigkeit, Pumpe, Regelung, Wärmetauscher und Speicher.

Die Technik kann einen Teil des Wärmebedarfs erneuerbar decken. Entscheidend sind eine passende Dimensionierung, eine gute Wärmeabnahme, sorgfältige Planung und regelmäßige Wartung.

Häufig gestellte Fragen zu Solarthermie

Was ist Solarthermie einfach erklärt?

Solarthermie nutzt Sonnenenergie, um Wasser oder Heizungswasser zu erwärmen.

Erzeugt Solarthermie Strom?

Nein. Solarthermie erzeugt Wärme. Strom wird durch Photovoltaik erzeugt.

Wie funktioniert Solarthermie?

Solarkollektoren erwärmen eine Flüssigkeit, die Wärme zu einem Speicher transportiert.

Welche Kollektorarten gibt es?

Am häufigsten werden Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt.

Kann Solarthermie eine Heizung ersetzen?

In den meisten Gebäuden nicht vollständig. Eine zusätzliche Heizung bleibt erforderlich.

Funktioniert Solarthermie im Winter?

Ja, aber der Ertrag ist meist deutlich geringer als im Sommer.

Was ist der Unterschied zu Photovoltaik?

Solarthermie erzeugt Wärme, Photovoltaik erzeugt elektrischen Strom.

Braucht Solarthermie einen Speicher?

Ja, normalerweise wird ein Warmwasser-, Puffer- oder Kombispeicher benötigt.

Was ist der solare Deckungsgrad?

Er zeigt, welcher Anteil des Wärmebedarfs durch Solarthermie gedeckt wird.

Was bedeutet Stagnation?

Stagnation entsteht, wenn keine Wärme abgenommen wird und die Kollektortemperatur stark steigt.

Wie lange hält eine Solarthermieanlage?

Solarkollektoren können bei guter Qualität und Wartung viele Jahre genutzt werden.

Muss Solarthermie gewartet werden?

Ja. Druck, Frostschutz, Flüssigkeit, Pumpe, Sensoren und Speicher sollten geprüft werden.

Kann Solarthermie mit einer Wärmepumpe kombiniert werden?

Ja. Dafür ist eine sorgfältige hydraulische und regelungstechnische Planung wichtig.

Welche Dachausrichtung ist geeignet?

Süd ist oft ideal, aber auch Südost und Südwest können gute Erträge ermöglichen.

Wann lohnt sich Solarthermie besonders?

Sie ist besonders interessant bei hohem, regelmäßigem Warmwasserbedarf und geeigneter unverschatteter Fläche.